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Trainer erreichen nächste Dan-Graduierung

Am Samstag, den 20. Januar 2018, reisten unsere Trainer Patrick und Steffi nach Frankfurt, um dort zu ihrer nächsten Dan-Prüfung anzutreten.

Die Karate-Abteilung der Frankfurt University of Applied Sciences richtete einen hochkarätig besetzten Karate-Lehrgang zum Jahresauftakt aus. Der Lehrgang war sehr gut besucht! Insgesamt drängelten beinahe 200 Karateka in die Halle, um ein Mal beim Bundestrainer des Deutschen Karate Verbandes, Efthimios Karamitsos, trainieren zu dürfen. Das extrem hohe Niveau des Lehrgangs begeisterte unsere Trainer und spornte zusätzlich an. Viele neue Eindrücke und Ideen für’s Karatetraining zu Hause konnten gesammelt werden.

Nach dem Lehrgang am Nachmittag fanden dann die Prüfungen statt. Unter den Augen des Bundestrainers bewiesen zunächst die Prüflinge der Kyu-Grade ihr Können. Die Prüfungen waren sehr fair und boten eine gute und entspannte Athmosphäre für die Prüflinge. Dabei begannen unsere Trainer sich richtig auf ihre Prüfung zu freuen.
Als alle Karateka ihre Urkunden erhalten hatten, wurde die Halle geräumt für die Dan-Prüflinge. Dan-Prüfungen finden nämlich grundsätzlich unter Auschluss der Öffentlichkeit statt. Insgesamt hatten sich sieben Prüflinge eingefunden. Im gemeinsamen Vorgespräch mit den Prüflingen nahm der Bundestrainer noch das letzte Lampenfieber. Er gestaltete die Dan-Prüfung so, dass unsere Trainer sogar richtig Spaß an ihrer Prüfung entwickelten.

Und ihr Gefühl trügte sie nicht – Patrick und Steffi haben beide ihre Prüfung zum 2. Dan bestanden!

 

Dan-Prüfung – Was bedeutet das?

Dan-Prüfungen sind Schwarzgurt-Prüfungen. Es gibt davon insgesamt zehn. Ein Karateka, der den Schwarzen Gürtel trägt, hat sich dazu entschieden ein Vorbild für andere zu sein in seiner Haltung, seinem Auftreten und seinem gesamten Tun. Er hat Karate zu einem Teil seines Lebens gemacht und entwickelt sich immer weiter.

Dan-Prüfungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Mit zunehmender Graduierung nehmen praktische Teile ab und es werden vermehrt die geistige Reife und die Haltung des Karateka geprüft.

Zwischen den einzelnen Dan-Prüfungen ist eine Mindestwartezeit vorgeschrieben, in der sich der Prüfling auf die neue Stufe vorbereiten soll. Vom 1. Kyu, also dem letzten Schüler-Grad, bis zum 1. Dan, dem ersten Meister-Grad, ist eine Wartezeit von mindestens einem Jahr vorgeschrieben. Vom 1. Dan bis zum 2. Dan sind es zwei Jahre, vom 2. zum 3. Dan drei Jahre und vom 3. zum 4. Dan vier Jahre. Ab der Prüfung zum 5. Dan muss die Vorbereitungszeit immer mindestens fünf Jahre betragen.
Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Da die einzelnen Dan-Graduierungen eine gewisse geistige Reife voraussetzen, ist auch ein Mindestalter vorgeschrieben. Zum 1. Dan muss der Prüfling mindestens 16 Jahre und zum 2. Dan mindestens 18 Jahre alt sein. Strebt der Karateka eine höhere Dan-Graduierung ab dem 6. Dan an, muss er nicht nur mindestens 45 Jahre alt sein, sondern auch außergewöhnliche Leistungen für die Kampfkunst Karate und den Karate Verband erbracht haben. Ab dem 6. Dan darf sich der Karateka auch einen rot-Weißen Gürtel statt einem schwarzen Gürtel umbinden, was zeigen soll, dass er sich nun von den technischen Dan-Graden abhebt und den gesitigen Weg beschreitet. Ab dem 9. Dan darf sich ein Kareteka auch einen roten Gürtel umbinden oder gar wieder einen weißen, was nach der asistischen Philosophie den geschlossenen Kreis der Harmonie zwischen Schüler- und Meistergraden symbolisieren soll.

Es gibt zu dieser philosophischen Sichtweise der Kampfkünste viele Informationen im Internet sowie auch tolle Lehrbücher. Wer mehr darüber wissen möchte kann gerne bei Patrick und Steffi im Training nachfragen.

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